Wo sind meine echten Eltern:

Die Konfirmationsfahrt führte mich in die Nähe meines Geburtsortes. Viel Lust hatte ich nicht, zu der Zeit hatte ich lieber meine Ruhe. Abends kam mir die Idee nach meinen leiblichen Eltern im Telefonbuch zu suchen. Die richtigen Namen fand ich nicht. Aber scheinbar einen Verwandten von mir. Ich versuchte dort anzurufen, legte aber gleich auf, weil ich kein Wort raus bekam. Für alle Fälle schrieb ich mir die Adresse und Telefonnummer auf.

Als ich wieder zu Hause war, schrieb ich dem Mann einen Brief. Ich wollte nur wissen, ob er mit meinem Vater verwandt war und Kontakt zu ihm hätte. Ich schrieb ihm, wie gut es mir ging und über meine Familie. Zwei lange Wochen folgten, in denen ich mich fragte, ob ich einen Fehler gemacht hatte.

Der Brief:

Als der Antwortsbrief ankam, hatte ich eine kleine Unterhaltung mit meiner Mama, da er keine Briefmarke - sondern den Stempel vom Kinderheim auf den Briefumschlag gestempelt hatte. Ja, er arbeitete dort, schon damals, als wir noch dort waren.

Er schrieb mir, daß er tatsächlich mein Onkel wäre. Allerdings hätte er keinen Kontakt zu meinem Vater. Er erzählte mir von meiner Verwandtschaft. Er sagte aber auch, daß wir keinen Briefkontakt haben könnten, ohne daß meine Eltern Bescheid wußten. Aber da konnte ich ihn ja beruhigen, denn das hatte ich mit meiner Mama besprochen, bevor ich seinen Brief las. Der Kontakt brach allerdings schnell wieder ab.

Die Adressweiterleitung:

Daß mein Onkel meine Anschrift über Umwege an meinen Vater weitergab, sehe ich heute als gutes Schicksal an. So wußte mein Vater ungefair wo ich war und wie es mir ging. Und als mein Bruder ihn kennenlernte, hörte dieser zum ersten Mal, daß er eine kleine Schwester hatte. Er war genauso überrascht, wie ich kurze Zeit später, als er sich bei mir meldete.

 

 

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